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Zen - Praxis und Dialog - 2827012347

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Zen - Praxis und Dialog Kristkeitz

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Zen hält im Westen für vielerlei Zwecke her und bekommt dabei ein zunehmend schillerndes Gesicht. Ama Samy, seit 1982 von Yamada-Roshi autorisierter Zen-Lehrer mit eigener Schule in Südindien, lässt alle Ziele gelten, klärt sie in ihrem relativen Wert und lockt den Leser zu einem tieferen Begehren.§Wer sich nicht mit Gesundheit, Erfolg und Wellness zufrieden geben will, mehr als Erbauung und gebrauchsfertige Antworten sucht, dem wird ein weiter Horizont des Fragens aufgetan. Dabei wird auf Wortmagie zugunsten intellektueller Redlichkeit und philosophischer Prägnanz verzichtet. Ama Samy führt den Leser auf einem einfachen Weg, der gleichwohl nur mit großer Hingabe und Ausdauer zu gehen ist. Sein Verzicht auf vorgegebene Antworten ist dabei folgerichtig: Buddha der Erleuchtete, der du schon bist musst du selber werden! Es geht hier um die Kunst schöpferischen Tradierens, der unverfälschten Weitergabe des Dharma, der unserem Intellekt ungreifbar bleibt, in den aktuellen Bedingungen von Zeit und Ort. Das ist Sinn und Zweck jeder religiösen Tradition; doch wie oft ist sie schon misslungen, wurde mit eifriger Mission und Dogmatismus verwechselt und hat die spirituelle Dimension einer Religion zum Schweigen gebracht! Als Meister erweist sich der Autor insbesondere darin, dass er den Leser mit dem Gebrauch des wichtigsten Instruments lebendiger Tradition vertraut macht: der performativen Sprache und ihrer Paradoxität. Sie kommt ja gerade im Zen zu eindrucksvoller Blüte. Zum Beschreiben und Erklären taugt sie kaum. Stattdessen löst sie Tat und Werden aus, lässt den Leser in eine neue, Antwort provozierende Wirklichkeit eintreten. Ihm geschieht da wie einem, zu dem schon viel über Liebe geredet wurde, wenn jemand zu ihm sagt: "Ich liebe dich."§In diesem Buch vermittels Sprache und trotz aller Worte gelingt, was das Charakteristikum echter Zen-Unterweisung ist: zu lehren ohne Schrift und Buchstabe, direkt auf den Herz-Geist zielend.

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Kunst und Leben, Mythen und Tod - 2843287052

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Kunst und Leben, Mythen und Tod Quadriga

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Auf den ersten Blick könnten die Welten, die in diesem Buch aufeinandertreffen, kaum gegensätzlicher sein. Anselm Kiefer, einer der bedeutendsten und international erfolgreichsten Künstler der Gegenwart, beschäftigt sich in seinem Werk mit den wesentlichen Fragen der Gesellschaft. Seine Bilder sind geheimnisvolle Chiffren zur Entschlüsselung der Welt und ihrer immer neuen Rätsel, sie offenbaren Überlagerungen, Durchdringungen, Verschmelzungen. Peter Handke nannte ihn "einen stillen Wilden ..., auf dem Sprung, eine Art neuen Alphabets der Malerei zu entwerfen". Ihm gegenüber Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, ursprünglich jedoch Germanist, Musikwissenschaftler, Journalist. Aus dem Kontrast entsteht ein fesselnder, erhellender Dialog über Kunst und Politik, Natur und Mythos, Kultur und Geschichte, Theologie und Ökonomie, Philosophie und Literatur.

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Bibliografia Historii ¦l±ska 2010 - Praca zbiorowa - 2836982381

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Bibliografia Historii ¦l±ska 2010 - Praca zbiorowa

Ksi±¿ki & Multimedia > Ksi±¿ki

Opis - Kolejny tom Bibliografii historii ¦l±ska zawiera informacje o pi¶miennictwie historycznym powsta³ym w 2010 roku. W wydawnictwie znajduje siê wykaz kilku tysiêcy prac z zakresu historii i nauk pokrewnych dotycz±cych ¦l±ska i ziem historycznie z nim zwi±zanych. Publikacja ma charakter miêdzynarodowy ? zosta³a wyposa¿ona w trójjêzyczny (polski, czeski i niemiecki) spis tre¶ci. Posiada rozbudowane indeksy ? autorski, osobowy, geograficzny, a tak¿e sporz±dzony w trzech jêzykach indeks rzeczowy. Nazwa - Bibliografia Historii ¦l±ska 2010 Autor - Praca zbiorowa Oprawa - Miêkka Wydawca - Wydawnictwo Uniwersytetu Wroc³awskiego Kod ISBN - 9788322934081 Kod EAN - 9788322934081 Rok wydania - 2013 Jêzyk - niemiecki, polski Format - 17x24 cm Ilo¶æ stron - 488 Podatek VAT - 5%

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Kniha 2D23D - 2826717721

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Kniha 2D23D Verlag für moderne Kunst

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Zwischen Fotografie und Skulptur bewegen sich die präsentierten Werke, greifen in den Raum und setzen in Gang. Bei aller Differenz, thematisch wie ästhetisch höchst eigen und prominent, eint sie eine Reflexion der menschlichen Wahrnehmung und ihrer medialen Vermittlung, die sie ausloten, übertreiben, durchkreuzen und unterlaufen. Von den späten 1960er Jahren bis heute und mit einem speziellen Fokus auf Wien, treten künstlerische Positionen in einen Dialog, die das Fotografische im Zusammenspiel mit skulpturalen und räumlichen Facetten verhandeln. Ob als konzeptuelle Medienanalyse, performative Selbstinszenierung, fotografische Geste oder komplexe Raumverschränkung die ausgewählten Foto-Objekte, Video-Skulpturen und Raum-Installationen stellen den Prozess des Bildwerdens aus und eröffnen eine Perspektive, die sich als neue, als dreidimensionale Collage fassen lässt.

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Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern. Über die Frauen - 2826661860

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Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern. Über die Frauen Friedenauer Presse

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

9783921592762LangtextDiderot beklagt:"Warum habe ich ihn nicht behalten? Er paßte mir so gut, daß ich mich ausnahm wie von Künstlerhand gemalt. Der neue, steif und förmlich, macht mich zur Schneiderpuppe? Ich sehe aus wie ein reicher Tagedieb, man sieht mir nicht mehr an, wer ich bin..." 9783921592175LangtextDie hier vorgelegten Geschichten weisen Daniil Charms aus als Meister des absurden Humors, der schwarzen Pointe, des Paradoxons, als Autor der kleinen Form und des fingierten Fragments im Sinne Puakins - als würdigen Nachfolger der Großen des russischen Humors von Gogol bis Cechov. Daniil Charms wurde 1905 in St. Petersburg geboren und starb 1942 während der Blockade im Gefängnis in Leningrad. "Daniil Charms, einer der tiefsinnigsten und hintergründigsten Dichter dieses Jahrhunderts." Doris Liebermann, SFB 9783932109553LangtextAm 29. September 2008 jährt sich zum hundertsten Mal der Todestag des großen Klassikers der brasilianischen Literatur. Susan Sontag hat ihn als einen der Begründer des modernen Romans gerühmt und Salman Rushdie schrieb: "Hinter Garcia Marquez steht Borges und hinter Borges als Quelle und Ursprung von allem Machado de Assis." Das Tagebuch des Abschieds ist Machado de Assis' letztes Werk, es erschien im Sommer 1908 in Rio de Janeiro, kurz bevor der Autor im Alter von neunundsechzig Jahren starb. Die Handlung spielt vor der Abschaffung der Sklaverei 1888, die 1889 zum Sturz der brasilianischen Monarchie und zur Ausrufung der Republik führte. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Bankvorsteher Aguiar und seine Frau Carmo, beide in ihrem letzten Lebensabschnitt, deren innige Beziehung ein wenig getrübt ist, weil sie kinderlos geblieben sind. Sie haben Ersatz- bzw. "Herzenskinder" gefunden: die schöne Fidélia, die wegen ihrer Heirat von den Eltern verstoßen und früh verwitwet, sich immer enger an Dona Carmo anschließt. Und Dona Carmos Patensohn Tristão, den die Aguiars aufgezogen haben, als seine Eltern in Portugal ihr Glück suchten. Tristão ist als Student seinen Eltern nach Lissabon gefolgt und scheint seine Pateneltern vergessen zu haben. Mit seinem überraschenden Besuch in Brasilien beginnt eine Zeit ungetrübten Glücks. Die beiden jungen Leute Tristão und Fidélia verlieben sich, heiraten und brechen nach Lissabon auf. Sie versprechen zwar, sobald als möglich nach Rio zurückzukehren, doch ist dieser Abschied für die Waiseneltern wohl endgültig. Ihren literarischen Reiz erhält die Geschichte durch den meisterhaft gestalteten Erzählrahmen: die Aufzeichnungen des pensionierten Botschaftsrats Aires in loser Tagebuchform. Mit heiterer Gelassenheit und freundlicher Ironie notiert er kleine Beobachtungen und Gedanken, mit viel Mitgefühl für die beiden "Alten", mit Sympathie für das junge Paar und einem halb eingestandenen Begehren für die schöne Fidélia. Den Roman durchzieht der Klang des saudade, jene Stimmung zwischen Wehmut, Sehnsucht und Abschiedsschmerz, die durch Sachlichkeit und Ironie gemildert wird. 9783932109508LangextSommer am See erschien 1958; die Erzählung spielt in den dreißiger Jahren im Kreis des Mailänder Bürgertums. Vigevani schildert die Kleidung von damals, er berichtet von der Musik, die junge Leute in jenen Jahren hörten, von einem Trompetensolo und der Vorliebe für Blues. Held ist der 14-jährige Giacomo, die Erzählung handelt von der Zeit zwischen dem Ende der Kindheit und dem Eintritt in die Welt der beinahe schon Erwachsenen, der "Großen", wie Giacomo sie nennt. Der Vierzehnjährige ist melancholisch und faul, in der Schule nicht besonders gut, fühlt sich erniedrigt, weil ihn die "Großen" nicht für voll nehmen und aus ihrem Kreis ausschließen. Zu seinem Eintritt in die Welt der Erwachsenen gehört die obligate Einführung in das Liebesleben und die Erziehung der Gefühle, die die ganze Umgebung des Jungen einschließt: seinen Vater, seine Schwester, die Freunde. Er verliebt sich erst in das junge Dienstmädchen Emilia, danach in eine englische Dame und gewinnt seine ersten Erkenntnisse, die "nicht nur die Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit, sondern auch ein Streben nach Auflösung, nach Selbstvernichtung" bedeutet. "Und außerdem war etwas heillos Grausames dabei, etwas, das er sich gar nicht hätte eingestehen können, auch wenn er es wirklich verstanden hätte." Die schöne ausländische Dame hat einen etwas kränklichen Sohn, mit dem sich Giacomo zunächst aus Liebe zur Dame anfreundet; schließlich entsteht zwischen den beiden Jungen eine Freundschaft, Giacomo fühlt sich zum erstenmal in seinem Leben als der Größere, der Gebende. Die Geschichte dieser Sommerferien am Comersee endet mit dem beginnenden Herbst, mit neuer Melancholie ? und dem Erwachsenwerden. Vigevani findet anschauliche Worte, Klänge und Bilder für die schwierigsten Gefühlssituationen. Im Mittelpunkt seiner Beschreibungen steht der See, der anfangs statisch wirkt, scharf in Licht und Schatten getrennt. Die Empfindungen des Jungen spiegeln sich in den wechselnden Bildern; die Sonnenstrahlen lassen das Wasser, die Bäume, die Gärten leuchten, glitzern und funkeln. Giacomos Melancholie und alle Geschehnisse behalten in der ganzen Erzählung den Zauber der Leichtigkeit. Vigevanis Prosa vereint Genauigkeit mit Eleganz und ist auch der Lyrik verpflichtet. Der italienische Literaturhistoriker Geno Pampaloni vergleicht Sommer am See mit einem Gedicht von Vittorio Sereni aus dem Jahr 1938: Wir sind alle in der Schwebe, hängen an dem Geschehen von heute Abend, hier in dem Umkreis eines Torbedoboots, es mustert uns, dann dreht es ab und fährt davon. "Mit feinen Strichen, mit unendlich vielen Farbschattierungen und Tönungen zeichnet Vigevani das impressionistische Bild eines magischen Sommers voller Schönheit und Melancholie, in dem auf wunderbare Weise eine Erziehung des Herzens und der Sinne stattfindet." Claus-Ulrich Bielefeld, Die Literarische Welt 9783932109546LangtextEnde der Sonntage Jede der beiden Geschichten ist einem Mann gewidmet, der in der Kindheit des Erzählers eine wichtige Rolle spielte. Signor Cavallini, der Held der titelgebenden Erzählung, von Beruf Juwelenhändler, ist nebenbei ein begnadeter Gaukler, Zauberer, Schauspieler und Clown. Seine Gegenwart belebt die Sonntagnachmittage im Haus der Großtante des Erzählers, wo die zahlreiche Familie zusammenkommt. Seine Darbietungen sind von äußerster Perfektion, er schlüpft in alle Rollen, tragische und komische, hat jeden Muskel seines Gesichts und seines Körpers in der Gewalt, so daß er jedes Mal wie ein anderer wirkt. Mit dem Tod der Großtante enden die Sonntagsvorstellungen: Ein großes Kostümfest ist geplant, doch das Fest findet nicht statt. In der Zeit der Börsenkräche, Turbulenzen und allgemeinen Depressionen versucht Cavallini sich das Leben zu nehmen. Später, als der Erzähler längst erwachsen ist, begegnet er Signor Cavallini noch einmal, in der Halle eines Londoner Hotels, wo er einem britischen "Epheben" eine Vorstellung zu geben scheint, doch sein Gesicht hat die einstige Spannung und Beherrschung verloren und die Vorstellung erweist sich als Eifersuchtsdrama, als ein anderes Szenario. Brief an Herrn Alzheryan Der Brief an Herrn Alzheryan richtet sich an den Paten des Erzählers. Alzheryan, Klient und Freund seines Vaters, war ein jüdischer Financier internationalen Ranges, eine legendäre Gestalt aus einer anderen Welt, die den Jungen aus dem wohlhabenden, aber sparsamen Mailänder Bürgertum tief beeindruckte. Die Fakten - ein Finanzskandal, eine schnelle Heirat, ein Testament - die von ihm zu berichten sind, bleiben im Hintergrund; bedeutungsvoll sind die bruchstückhaften Erlebnisse und Bilder, die dem Erzähler im Gedächtnis geblieben sind. Auf den Spuren seiner Erinnerungen schreibt er dem längst Verstorbenen einen Brief. Satz für Satz versucht er darin, das Bild des Herrn Alzheryan nachzuzeichnen. Aus Zweifeln, Fragen, mehr oder weniger scharfen Erinnerungsfragmenten, Phantasien und Vermutungen gewinnt die Gestalt nach und nach ihre Formen: Es zeigt sich ihre Vornehmheit in Erscheinung und Auftreten, der kosmopolitische Geist, gleichzeitig eine ausgeprägte Melancholie und ein Überdruß an allem. Kunstvoll - in der Wortwahl wie in Syntax und Rhythmus - umkreist der fiktive Dialog in immer neuen Annäherungen und scheinbaren Abschweifungen die Persönlichkeit Herrn Alzheryans und dessen Bedeutung für den Briefschreiber. Vigevanis Brief zeigt uns, so Carlo Fruttero in der Einleitung zur italienischen Ausgabe, "welche Höhen die windungsreiche Kunst der Annäherung erreichen kann". 9783932109560LangtextUnveröffentlichtes von Gustave Flaubert? Immer wieder tauchen bei Auktionen bisher unbekannte Briefe und Notizen auf, andere sind nach dem Tod von Flauberts Nichte 1931 verkauft worden. Die hier versammelten vier Texte zeichnen sich durch eine Besonderheit aus: es sind persönliche, tagebuchartige Aufzeichnungen - bei einem Schriftsteller, dessen Abneigung gegen Autobiographisches man kennt, ist das eine echte Entdeckung. Sie sind Teil eines lange verschollenen Konvoluts aus dem Nachlaß von Flauberts Nichte Caroline Franklin Grout, Erbin und erste Herausgeberin von Flauberts Werken. Sie hat, wie man weiß, seine Texte jeweils abgeschrieben, um sie für den Druck fertig zu machen. So sind auch alle Texte dieses Konvoluts Abschriften in ihrer "großen, geneigten, etwas steifen Schrift". Die Originale sind leider bis heute nicht aufgetaucht. Was bewegt einen Mann, der sich sonst nur in Briefen über sein Privatleben äußert, dazu, "seine tiefsten Eindrücke für sich selbst aufzuschreiben, in dem Moment, da er sie empfindet, um sie in versiegelte Umschläge zu stecken", wie Caroline schreibt? Der Tod des Jugendfreundes Alfred Le Poittevin, dem Flaubert Madame Bovary widmete und der am 3. April 1848 noch sehr jung, mit 31 Jahren, starb, scheint über den berühmten Brief an Maxime du Camp hinaus nach einer anderen, intimeren Trauerarbeit verlangt zu haben. Ebenso der Tod von Louis Bouilhet, Flauberts Alter Ego der Reifezeit, im Sommer 1869. Zu den Notizen über den Ball für Zar Alexander II. im Juni 1867, zu dem er eingeladen war, hat Flaubert sicher etwas anderes bewegt: Die Arbeit an der Education sentimentale war fast abgeschlossen, aber er plante einen Roman über das Leben unter Napoleon III. - ein immer wieder aufgeschobenes und letztlich nicht zustande gekommenes Projekt. Auf den ersten Blick am wenigsten autobiographisch ist die Vita des Paters Cruchard. Der Name erinnert nicht umsonst an Bouvard und Pécuchet, überdies trägt der Pater auch dessen Vornamen und beschäftigt sich mit ähnlichen Dingen. Cruchard nannte Flaubert sich freilich auch selbst, in Briefen an seine Nichte in deren Kindheit und später an George Sand, der der Text auch gewidmet ist. Nach deren Tod bat er allerdings ihren Sohn und Erben, in der Veröffentlichung ihrer Korrespondenz diesen Namen zu streichen, und unterschrieb: "Für Sie Cruchard, für das Menschengeschlecht Polycarpe, für die Literatur Gustave Flaubert". 9783932109577LangtextLeonid Dobycin (1894-1936) gehört zu den großen Autoren jener lange verfemten Avantgarde, die erst nach dem Ende der Sowjetherrschaft allmählich wieder ins Bewußtsein rückt. Er ist heute unter Kennern ein Geheimtip, berühmt für seinen knappen, auf das Wesentliche reduzierten Stil. Die Erzählung spielt vor dem Hintergrund der wachsenden nationalen und konfessionellen Spannungen im Baltikum unmittelbar vor Ausbruch des ersten Weltkriegs. Riga, seit 1729 Hauptstadt des russischen Gouvernements Livland, war zu 46% von Baltendeutschen, zu 25% von Russen und zu 23% von Letten bewohnt; der Konfession nach: 64% Protestanten und Katholiken, 18% Russisch-Orthodoxen, 12% jüdischen Glaubens. Ähnlich waren die Verhältnisse in der Stadt Dünaburg, ab 1893 Dvinsk, wo jedoch der polnische Bevölkerungsanteil beträchtlich war: ehemals polnisch-litauisch, kam die Stadt mit der ersten Teilung Polens 1772 an Rußland. Wie schon in dem Roman Im Gouvernement S. (1996 als Winterbuch bei der Friedenauer Presse erschienen) zeichnet Dobycin mit sparsamsten Mitteln Personen, Orte und Landschaften, indem er Alltagsszenen, Dialoge, knappe Naturbilder aneinandermontiert. Darin wird, ohne jede Erklärung und Stellungnahme, die wachsende Spannung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen greifbar, hier zwischen russisch-orthodoxem Kleinbürgertum und polnisch-katholischem Adel. Einen kaum merklichen Kontrapunkt bildet die Natur in ihrer beiläufigen Wiederholung: Die Erzählung umfaßt einen vollen Jahreszeitenzyklus - Sommer, Herbst, Winter, Frühling und wieder Sommer bis zum 1. August 1914, dem Tag der deutschen Kriegserklärung an Rußland. In Dobycins Erzählung reduziert auf den Satz "Der Krieg ist erklärt", eingerahmt vom Tod eines Hündchens und dem Flußbad einer Sommerfrischlerin, die von der Nachricht überrascht wird. In so lakonisch-eindringlicher Form ist der Ausbruch des ersten Weltkriegs literarisch bisher kaum dargestellt worden.

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Campus Dreispitz - 2826894133

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Campus Dreispitz Christoph Merian Verlag

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Ab Herbst 2014 wird das ehemalige Zollfreilager im Dreispitz Basel-Münchenstein sämtliche Institute der Hochschule für Gestaltung und Kunst der Fachhochschule Nordwestschweiz vereinen. Die Bauten der Hochschule auf dem neuen Campus Dreispitz bilden das Herzstück des neuen kunstorientierten urbanen Freilager-Quartiers im Dreispitz und werden in diesem Band ausführlich vorgestellt. §Das markante Hochhaus des Basler Büros Morger + Dettli entwickelt einen städtebaulichen Dialog mit dem aus dem Beginn des 20. Jahrhundert stammenden Altbau des Basler Zollfreilagers, in dem nach der Planung der Zürcher Architekten Müller Sigrist die Ateliers der Hochschule integriert sind. Zwischen diesem Gebäudeensemble spannt sich der Freilagerplatz ein urbaner Raum, gestaltet von den Basler Landschaftsarchitekten Westpol.

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Mutter Dogma - 2826763448

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Mutter Dogma Books on Demand

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Dieses Gemäldebuch mit 45 einzigartig gestalteten farbigen Seiten gleich eher einer Sammlung von Sinnbildern und weist des Weg zum altbekannten Ziel: "Erkenne dich!" Erkennen dein iCH im Spiegel der Taten deiner Mutter. Die Rolle der Mutter im Leben des Kindes birgt das größte Missverständnis der Menschheit. Das Mutter Dogma wurzelt im Schweigen, Verschweigen von Tatsachen und in der Vorstellung, für andere zu entscheiden sei eine Tugend. Dieses Gemäldebuch beleuchtet das Wesen und Wirken der freien Entscheidungen in Religion, Kunst und Politik, anfangen bei Adam und Eva bis zu Angela Merkel und Joachim Gauck ausgehend von den 3E: Einzigartig. Ehrlich. Echt. Mit zahlreichen Eindrucksvoll beschreibt Ava Seinn, was geschieht, wenn die Fügung den Zufall ersetzt und wie Altbekanntes neuen Sinn offenbart, wenn die Sintflut eine Sinnflut ist, die Symphonie zur Sinnfonie und das Sydrom zum Sinndrom wird.§§Der Ratgeber erklärt im Geist der Biosophie21, warum der Mensch kein Herdentier sein kann, wieso Kinder irrtümlicherweise zur Abhängigkeit erzogen werden und dass Mütter, Politiker und Banker abhängiger sind von Kindern, Bürgern und Sparern als umgekehrt. Die persönlichen Erfahrungen von Ava Seinn im Dialog mit der eigenen Mutter runden das Bild des wahren Lebens ab, das anders ist, als heute angenommen wird.

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Joseph Beuys - Coyote - 2841423418

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Joseph Beuys - Coyote Schirmer /Mosel Verlag Gm

Ksi±¿ki / Literatura obcojêzyczna

Die Aktion 'Coyote' fand im Mai 1974 in der New Yorker Galerie René Block statt: In einem zum Käfig gewandelten Raum verbrachte Joseph Beuys (1921-1986) drei Tage und Nächte mit einem wilden Kojoten. Der wortlose Dialog, der sich in gestenreichem Spiel zwischen Mensch und Tier entwickelte, offenbarte gleichnishaft die verschütteten Möglichkeiten eines Dialogs von Mensch zu Mensch. Seit Beginn der 60er Jahre veranstaltete Joseph Beuys derartige an Rituale gemahnende szenische Performances, mit denen die vom Künstler immer wieder proklamierte und angestrebte Einheit von Kunst und Leben hergestellt werden sollte. Neben den Zeichnungen, Skulpturen und Objekten stellen diese Aktionen den geheimnisvollsten, am schwersten fassbaren Werkteil in Beuys' Schaffen dar. Die Photographien und der im Beschreiben deutende Text von Caroline Tisdall lassen die zugrunde liegenden Beuys'schen Ideen und die vorgeführten Symbole nachvollziehbar und anschaulich werden. Den 1976 erstmals erschienen und lange Zeit vergriffenen Band, bieten wir jetzt als Neuauflage an.

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